UCI Weltcup Baie-Comeau Kanada – Sieg im Straßenrennen

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Begonnen hat es mit einem negativen „Lotto-Sechser“, beim Zeitfahren.

Beim Team-Relay am Mittwoch, bei dem wir 4. geworden sind und beim Aufwärmen vor dem Zeitfahren

funktionierte meine SRAM E-Tap einwandfrei. Doch als ich zum Start gerollt bin, ging das Schaltwerk

einfach nicht mehr. Leider war es weder, Akku noch die Batterie in der Sendeeinheit oder das Koppeln,

welche ich sowieso vorher getauscht hatte, sondern der Motor des Schaltwerks hat seinen Geist

aufgegeben.

Da es nur mehr 3min bis zum Start waren und ich kein 2. Schaltwerk bei der Hand hatte, warum auch?,

war ich zum Zusehen verdammt. Sehr bitter, aber so läuft es eben manchmal, ich hätte sehr gerne mein

Leistungspotenzial gezeigt.

Beim Straßenrennen wurde ich von unvorhersehbaren Ereignissen verschont und konnte zeigen was ich

drauf habe. Nach 2 Runden konnten Rafal Wilk (POL) und ich uns bei der endscheidenden Steigung vom

Rest des Feldes absetzen und lieferten uns dann unseren sportlichen, respektvollen privaten Krieg.

In der Verlängerung der Steigung konnte ich mich 2mal etwas behaupten, aber er fuhr die Lücken wieder

zu. In den Kurven ist der Ex.-Speedwayprofi unglaublich schnell und ich musste teilweise sehr viel riskieren

um an ihm dran zu bleiben.

In der vorletzten Runde musste ich an der Steigung ein 10Meter Loch aufreißen lassen und benötigte im

Flachen zwei Kilometer um es am „letzten Zacken“ wieder zu schließen.

Bei der Einfahrt in letzte Steigung des Rennens dachte ich eher an dran bleiben, als an Attacke, konnte

aber noch aus dem nirgendwo „etwas“ mobilisieren und sah, dass eine Loch zu ihm aufgeht.

Oben hatte ich 10 Meter Vorsprung und da ich auch noch den Druck zum Verlängern hatte, war ich mir

sicher, dass ich es nach Hause fahren kann.

Ich stand schon öfter am Podium aber es war mein erster Weltcupsieg in einem Straßenrennen. Meine

Stärke liegt ja sonst eher im Zeitfahren, wo ich meistens um Podium und Sieg mitreden kann. Auf einer

derart anspruchsvollen Strecke konnte ich Rafal Wilk, auch abseits des Weltcups, noch nie schlagen.

Es war ein SEHR hartes und lässiges Rennen und für mich ein perfekter Abschluss des heurigen

Weltcups.

Aus sportlicher Sicht, ich weiß jeder PR-Berater würde es nicht tun, muss ich erwähnen das der Dominator

Jetze Plat (NED) diesen Weltcup ausgelassen hat, wahrscheinlich zu meinem Glück.

Jetzt geht es für mich 2 Wochen nach Denver wo ich die Rocky Mountains-Pässe unsicher machen werde.

(Mount Evans 4200HM / Pikes Peak 4200HM und einige andere über 3500HM)

Danach stehen heuer eigentlich nur mehr die beiden Staatsmeisterschaften am Programm.

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