UCI Paracycling WM

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Zeitfahren – DNF:

Maniago, das Wetter und ich …

Hatte beim Zeitfahren ein Déjà-vu, genau wie letztes Jahr, hat es 6-7 Athleten vor mir ( es wurde in 1min

Abständen gestartet) wie aus Kübeln zu schütten begonnen und im Startbereich flogen Zelte, Tische und …

herum. Ich kam eigentlich gut rein, obwohl ich auch bergauf nur wenig gesehen habe. Sehr viel Athleten

hatten ernsthafte Probleme (soll heißen Unfälle) und so habe ich mich, nach etwas mehr als der Hälfte des

Rennens, in einem Kreisverkehr auch "verabschiedet". Ich habe extrem runtergebremst und war wirklich

langsam dran, aber hatte keine Chance und mich sofort gedreht.

Von den 10 nachkommenden Athleten (1 in meiner Klasse H4 und die anderen in H3), es gab aber auch

vorher und nachher noch genug Unfälle, sind nur 4 Athleten ohne Crash durch den Kreisverkehr

gekommen. Es glich einem Schlachtfeld zwischendurch sind 6 Athleten und Handbikes, plus Teile,

herumgelegen.

Nach kalten, aber auch sehr spannenden 12 Minuten (war fast wie ein Actionfilm), hat mich dann der

Materialwagen zurückgebracht.

Am Ende auch mein Fehler, Athleten sind vor und nach mir durchgekommen, wobei ich glaube, dass es

mehr Zufall war, ob man durchkam oder nicht.

Auf meine Leistungsfähigkeit gesehen war es natürlich Schade, war dort noch immer ca.30sec vor Jetze

Plat, der 1 Minute nach mir gestartet ist und überlegen gewonnen hat. Um Platz 2-3 hätte ich sehr

wahrscheinlich mitgeredet. Aber eben NICHT …

Körperlich ist mir zum Glück nichts passiert, nur einiges an Material verschrottet.

Straßenrennen:

Von Beginn an war das Tempo, trotz 35°C plus, brutal hoch. In Runde 2 von 5 habe ich den Anschluss an

das Spitzenduo nur um 3 Meter verpasst. Wenn Jetze Plat dann vorne Druck macht und ich aus dem

Windschatten bin, ist der Zug für mich abgefahren. Danach eine Runde zu zweit unterwegs und dann in

einer 5er Gruppe. Bergauf konnte ich mich gemeinsam mit Vico Merklein (GER) immer geringfügig

absetzen, aber die anderen 3 haben bergab immer wieder aufschließen können.

An der letzten Steigung attackierten wir abermals, so dass nur mehr ein Athlet aufschließen konnte.

So ging es dann zum Ziel, es ist mir nicht ganz gelungen als erster in die letzte Kurve zu kommen, dann

hätte ich vielleicht eine Chance gehabt, aber so musste ich dem sehr guten Sprinter Vico Merklein (GER)

den Vorzug geben. Sprinten ist nicht unbedingt meine Zuckerseite.

Zu dem Zeitpunkt waren die beiden Spitzenreiter schon länger im Ziel, natürlich auch weil wir dann etwas

taktierten. Gewonnen hat wieder Jetze Plat (NED) vor Rafal Wilk (POL).

Mit dem 4. Platz bin ich aber sehr zufrieden, meine Stärke liegt ja eher im Zeitfahren. Somit konnte ich

meine gute Form bestätigen und zeigen, dass ich am Donnerstag wirklich um Platz 2 oder 3 ernsthaft

mitgeredet hätte.

Mach meiner Verletzung (Schulterluxation, eine der schwersten Verletzungen für Rollstuhlsportler) ist es ja

fast unglaublich hier so ein Ergebnis abliefern zu können und ich bin sehr glücklich hier sein zu können und

meine Leistung zeigen zu dürfen. Hat alles im Leben seinen Sinn …Ich hoffe ich nehme aus der Erfahrung

wieder etwas zusätzliche Demut und Dankbarkeit für „meine Lebensorgie“ mit.

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